Leitlinien für ökofairen Einkauf und Konsum

Leitlinien für ökofairen Einkauf und Konsum

In der Rubrik „Schöpfung“ wird auf das Erscheinen der ökofairen Leitlinien für den Einkauf von Kirchengemeinden und Einzelpersonen hingewiesen. Hierzu finden Sie im angehängten Artikel  die Handreichungen, die H. M Renno verfasste.

Fleischlose Rezepte für Gemeindemittagessen

Diese „Handreichung 7a“ ist eine Ergänzung bzw. die Fortsetzung der „Handreichung 7“ vom Juli diesen Jahres.
Auf meine Bitte, mir doch Rezepte für fleischlose Mittagessen in Gemeinden zu schicken, bekam ich etliche Zuschriften, aus denen ich das beigefügte Dokument zusammenstellen konnte.

Eine Mitarbeiterin bei der Rezeptsammlung schrieb mir: „Wir müssen uns zum Erhalt unserer Erde von dem Irrglauben verabschieden, dass wir unsere Kraft bzw. Energie nur aus tieri- schem Fleisch erhalten.“
Eine andere Mitarbeiterin merkte an, dass es bei der Mäßigung unseres Fleischkonsums nicht nur um den CO2-Ausstoß geht, sondern auch um den Verbrauch von Getreide bei der Flei- scherzeugung: 10 kg Getreide werden zur Erzeugung von 1kg Rindfleisch benötigt. Um dem wachsenden Getreideverbrauch nachzukommen, wird die Regenwaldkultur zerstört…

Weiter hat sie den Eindruck, dass in Diskussionen über Sinn und Zweck und Notwendigkeit von weniger Fleischkonsum, die Angst sehr groß ist, dass einem etwas weggenommen wird, oder dass sie fremd bestimmt werden. – Erst wenn wir unseren Blickwinkel ändern und mit dem Herzen sehen, wird sich etwas ändern.

„Friede beginnt im Herzen eines jeden Menschen, er beginnt als innerer Friede, als Friede mit sich selbst und Friede mit dem Göttlichen. Dieser Friede setzt sich fort als liebende Zuwendung zu allem Leben. Ohne Friede mit der Natur, ohne Versöhnung mit Pflanzen und Tieren finden die Menschen auch nicht friedlich zueinan- der. Wenn dieses Bewusstsein in der Kirche deutlicher werden könnte, wäre dies für mich gelebter Glaube.“

Möge die beigefügte Rezeptsammlung dazu dienen, dass wir als Mitarbeiter und Mitarbeite- rinnen Jesu Christi noch wertschätzender mit Gottes Gaben, seinem Geschenk an uns umge- hen lernen – nicht nur in unseren Gemeinden, sondern auch im privaten Bereich.

Hans Martin Renno

Frankfurt am Main, 10. Dezember 2013

Hier finden sie die Dokumente als doc und als pdf.