Noch einige Etappen bis nach Paris

Noch einige Etappen bis nach Paris

Seit Mitte September bewegt sich der Tross des Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit von Flensburg aus über Hamburg, Wuppertal, Köln und Trier bis nach Paris. Hans Martin Renno, der Referent für diakonische und gesellschaftspolitische Verantwortung der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK), hat sich für zwei Etappen in Rheinland-Pfalz von Mendig bis Chochem an der Mosel der Pilgerreise angeschlossen. Hier ist ein verkürzter Bericht von seinen Eindrücken. Den vollständigen Bericht lesen Sie auf emk.de.

Vom »Pilgerprofi« bis zum »Rollipilger«

Eine Handvoll Menschen trifft sich in der Kapelle des Caritaszentrums in Mendig zum Auftakt der Etappe ins 22 Kilometer entfernte Münstermaildorf. Doch bald stoßen weitere Personen dazu: Wanderschuhe, warme Kleidung und Rucksäcke weisen eindeutig auf die Teilnahme an der Pilgerreise hin. Bald ist die kleine Kapelle rappelvoll und die Etappe beginnt mit einem »Impuls in den Tag«. Als der Zug sich in Bewegung setzt, ist aus der Handvoll Menschen eine ansehnliche Pilgergruppe mit rund 120 Personen geworden. Auch einige Rollstuhlfahrer lassen es sich nicht nehmen, wenigstens bis zur ersten Rast mit dabei zu sein. Außerdem sind in der Gruppe zehn Personen, die schon seit Mitte September von Flensburg aus die ganze Strecke bis nach Paris pilgern. Die bunte Pilgerschar weckt meine Sehnsucht: Wenn sich – vom »Pilgerprofi« bis zum »Rollstuhlpilger« – so viele unterschiedliche Menschen zusammenfinden, um für Klimagerechtigkeit zu demonstrieren, dann müssten sich doch auch die Anfang Dezember in Paris zusammenkommenden 195 Staaten auf ein Klimaabkommen einigen können!

Bis Paris gibt es noch viele Möglichkeiten zum Mitpilgern

Mein Fazit nach zwei Tagen Pilgern in der Bahn zurück: Mir schmerzen die Beine, die Füße, die Schultern. Endlich Sitzen! Aber meine Gedanken sind bei der Pilgergruppe, die am nächsten Tag eine Pilgerpause einlegt und vor dem zehn Kilometer westlich von Cochem gelegenen Atomwaffenlager am Fliegerhorst Büchel einen Gottesdienst feiern wird. Während ich mit meiner Frau in den Abend hineinfahre, hänge ich den Begegnungen, Eindrücken und Erfahrungen nach, mit denen ich während der zwei Etappen des Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit reich beschenkt wurde. Mein Resümee: Geht doch! Mein Tipp: »Geht doch mit«. Es sind noch einige Etappen bis nach Paris.