Kli­ma-Alli­anz: Kon­trol­liert raus aus der Koh­le

Ein Posi­ti­ons­pa­pier der Kli­ma-Alli­anz Deutsch­land zum The­ma Koh­le­aus­stieg

Es steht eine „Gro­ße Trans­for­ma­ti­on“ an, an der die Zukunftsfähigkeit unse­rer Gesell­schaft hängt. Mit dem Übergang zu einem Ener­gie­sys­tem, das auf Ener­gie­ef­fi­zi­enz und erneu­er­ba­ren Ener­gi­en beruht, verändern sich Gesell­schaft und Wirt­schaft. Zugleich schwin­det die Sys­tem­re­le­vanz der Koh­le.

Die­se Ent­wick­lung ist unver­zicht­bar, denn die gra­vie­ren­den sozia­len und ökologischen Schäden durch die Förderung und Ver­bren­nung von Koh­le sowie die Kos­ten für die All­ge­mein­heit sind längst nicht mehr zu übersehen.

Koh­le als Prüfstein für Kli­ma­schutz und Ener­gie­wen­de

Die Bun­des­re­gie­rung hat sich zum Ziel gesetzt, den deut­schen Treib­haus­gas­aus­stoß bis 2020 um 40 Pro­zent gegenüber 1990 zu redu­zie­ren. Bis 2050 sol­len die kli­ma- schädlichen Emis­sio­nen um 80 bis 95 Pro­zent gemin­dert wer­den. Dies kann nur gelin­gen, wenn die Strom­ver­sor­gung schon deut­lich vor 2050 kom­plett auf erneu­er­ba­re Ener­gi­en umge­stellt wird und kei­ne Kli­ma­ga­se mehr pro­du­ziert, da bestimm­te indus­tri­el­le Pro­zes­se oder der Ver­kehrs- und Trans­port­sek­tor länger brau­chen, um ihre Emis­sio­nen ent­spre­chend zu sen­ken.

Ein sozi­al ver­träg­li­cher Struk­tur­wan­del ist drin­gend nötig

Beson­ders in den struk­tur­schwa­chen Abbau­ge­bie­ten, vor allem der Lau­sitz, prägt die Koh­le der­zeit noch rele­van­te Tei­le der Lebens- und Einkommensrealitäten. Die größten Arbeits­platz­ver­lus­te durch den Aus­stieg aus der Steinkohleförderung lie­gen bereits hin­ter uns. Trotz­dem waren 2014 immer noch rund 21.000 Men­schen in der Braun­koh­le- und 15.000 Men­schen in der Stein­koh­le­ver­stro­mung beschäftigt.

Den suk­zes­si­ven Aus­stieg aus der Koh­le bis spätestens 2040 gilt es des­halb sozi­al verträglich für die betrof­fe­nen Men­schen zu gestal­ten. Mit­be­stimm­te betrieb­li­che Lösungen spie­len dabei eine wich­ti­ge Rol­le. Den Beschäftigten soll­te mit betrieb­lich und staat­lich geförderten Qua­li­fi­zie­rungs­maß­nah­men ein gang­ba­rer Weg in eine beruf­li­che Zukunft geeb­net wer­den. Dabei kann der zuneh­men­de Fachkräftemangel in der Wirt­schaft aktiv genutzt wer­den, um den Beschäftigten neue Per­spek­ti­ven zu eröffnen.

Lesen Sie die kon­kre­ten For­de­run­gen der Kli­ma-Alli­anz Deutsch­land in dem voll­stän­di­gen Posi­ti­ons­pa­pier hier als pdf.

 

Bild: CC by Michae­la Müg­ge

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