Delegation unserer Kirche zur Weltklimakonferenz in Bonn – zu Gast bei Familie Tubbesing
„Die Welt ist klein“ – so sagen wir gerne bei überraschenden Begegnungen. Selbst dann, wenn man sich noch nie begegnet ist. In solchen Momenten übertragen wir das Sprichwort auf gemeinsame Ziele.
Gerne haben wir den Wunsch der kleinen Delegation, sich mit Methodisten in Bonn zu treffen, aufgegriffen und kurzerhand eine kleine Gesprächsrunde bei uns zu Hause organisiert. Treffen in Form von Hauskreisen sind schließlich eine methodistische Tradition, sagte Ursula Tubbesing bei der Begrüßung der kleinen Runde.
Gesellschaftspolitische Organisationen aus aller Welt haben Mitglieder zur UN- Weltklimakonferenz nach Bonn entsandt, unter anderen auch die Weltmission unserer Kirche in Atlanta/USA. Die EmK Deutschland delegierte den ehrenamtlichen Referenten des Kinder- und Jugendwerkes Süd, Daniel Obergfell.
Spannend war die Frage, wie sich die Positionierung des neuen US-Präsidenten zum Klimawandel in den Staaten auswirkt. Sowohl Jenny Phillips als auch John Hill bestätigten uns, dass Behörden, Verwaltungen und insbesondere die einschlägigen Organisationen an den weltweiten Zielen der bisherigen Konferenzen und Verträgen weiterarbeiten. Kritisch ist die Signalwirkung der Aussage des Präsidenten auf andere Länder, so Dr. Wolfgang Hoffmann, maßgeblich für die BRD an der „Rio-Erklärung“ über Umwelt und Entwicklung 1992 beteiligt.
„Teile unserer Kirche sind weltweit an der vordersten Front des Klimawandels. Als Konfession mit globaler Vision durch Kirchen überall auf der Welt sind wir in der einmaligen Position die gesamte Tragweite der Klimakrise direkt mitzuerleben, was uns vor Augen führt, wie wichtig unser Engagement für die Menschen als Geschöpfe Gottes und für seine Schöpfung ist“. So beschrieb uns Jenny Phillips ihre Berufung für die Arbeit in der United Methodist Church.
Häufig haben wir das Gefühl, wir hören mehr über die negativen Auswirkungen des Klimawandels, als über Erfolge umgesetzter Maßnahmen zum Klimaschutz. Ungebrochen bleibt dennoch das enorme Engagement vieler Tausend Menschen aus aller Welt in den unzähligen Themen, die einen positiven Wandel von Umwelt und Entwicklung bewirken können.
Dafür dankten wir unserem Herrn im gemeinsamen Gebet Vater Unser.
Text und Bild: Manfred Tubbesing