Damit sich die Welt ver­än­dert…

Seit drei Mona­ten sind sie da. Die „min­der­jäh­ri­gen“ unbe­glei­te­ten Flücht­lin­ge. Sie wer­den betreut, irgend­wie. Von der Jugend­hil­fe.

Jugendliche ausÄthio­pien, Eri­trea, Russ­land...
Jugend­li­che aus Äthio­pien, Eri­trea, Russ­land…

Das loka­le Hotel wur­de gleich mal bis Weih­nach­ten ange­mie­tet. Frü­her haben wir da unse­re uns besu­chen­den Bischö­fe unter­ge­bracht. Jetzt woh­nen Moham­med und Hanif, Kay­e­tan und Dsch­ab­ir da. Sie schau­en uns an mit fra­gen­den scheu­en und neu­gie­ri­gen Augen.

Wir wol­len wis­sen, was Sie mit uns zukünf­tig am Sams­tag nach­mit­tag machen wol­len. Ver­stän­di­gung ist aben­teu­er­lich. Irgend­wie von Eng­lisch in Far­si in Rus­sisch in Eri­tre­isch. Ant­wor­ten krie­gen wir wenig. Nur irgend­was, wo sie hin­kön­nen und es nor­mal ist.

... aus dem Irak, Syrien und Afgha­nis­tan
… aus dem Irak, Syri­en und Afgha­nis­tan

Belon­ging“, dazu­ge­hö­ren, ist das Stich­wort. Sie sind 40, Teen­agers, Jungs, sie kamen von Äthio­pi­en, Eri­trea, Russ­land, Irak, Syri­en, Afgha­ni­stan und sie sind da. Eine Rei­se von bis zu einem Jahr liegt hin­ter ihnen. Die Eltern haben sie los­ge­schickt oder auf dem lan­gen Weg ver­lo­ren. Jetzt kom­men wei­te­re 150 min­der­jäh­ri­ge Jungs dazu, in der Sport­hal­le visa­vis.

Wir sind Leu­te der Metho­dis­ti­schen Kir­che. Wir lin­dern Leid, wir suchen Part­ner und ver­bin­den Men­schen auf der Suche nach Hei­mat. Damit die Welt sich ver­än­dert.

Text und Bild: Pas­to­rin Hei­ke Mil­ler D.Min, Frank­furt a.M. Rufer­kir­che


Die­ser Arti­kel ist Teil unse­rer Kolum­ne „Du bist mir nah”. Wenn auch Sie eine Erfah­rung mit Flücht­lin­gen tei­len möch­ten oder selbst geflo­hen sind und hier davon berich­ten möch­ten, schrei­ben Sie uns. Wir freu­en uns über Ihren Bei­trag!

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